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In der neuen Physiotherapiezeitschrift wird nochmal ausführlich über das Stretching diskutiert. Die erste Zusammenfassung ist von einem Autor, der fast alle relevanten wissenschaftlichen Studien untersucht hat. Hier poste ich nur das Fazit. Im Anschluß ein Artikel, der das ganze auch nochmal betrachtet. Ich möchte hier nochmal betonen, daß es explizit keine Untersuchung gibt (die hier miteinbezogen wurde), die die Verbesserung der Beweglichkeit durch Krafttraining in der vollen Bewegungsamplitude untersucht.
Hier die Artikel: Ist Stretching sinnvoll? Muskeldehnung zur Verletzungsprophylaxe im Sport - eine Literaturrecherche Fazit Die Ergebnisse der heute verfügbaren wissenschaftlichen Studien belegen, daß Muskeldehnungen zur Verletzungsprophylaxe im Sport zumindest kurz- und mittelfristig nicht geeignet sind. Insbesondere lange statische Muskeldehnprogramme nach der Aufwärmphase innerhalb einer Trainingseinheit können nicht empfohlen werden. Während vielfältige Belege für die Wirkung von Aufwärmprogrammen als Verletzungsprophylaxe existieren, kann dieser positive Effekt durch ein anschließendes langes Dehnprogramm unwirksam gemacht werden, weil die Muskulatur wieder erkaltet. Auch wird durch Muskeldehnübungen vor sportlichen Leistungen möglicherweise die Leistungsfähigkeit negativ beeinflusst. Eine sinnvolle Verletzungsprophylaxe kann jedoch möglicherweise durch ein langfristiges Dehnprogramm erzielt werden. Dafür sollten die Muskeldehnübungen entweder am Ende eines Trainings oder in eigens dafür vorgesehenen Trainingseinheiten stattfinden. Von dieser Empfehlung sind jedoch Sportler ausgenommen, die aufgrund ihrer Sportart ein besonders großes Ausmaß an Beweglichkeit brauchen. Hier können Muskeldehnübungen unter Umständen auch während des Trainings für die Erbringung der gewünschten Leistung notwendig sein - z.B. bei Turnern oder Hürdenläufern. Insbesondere für Sportler, bei denen die Beweglichkeit aufgrund fortschreitenden Alters abnimmt, sind Muskeldehnübungen zu empfehlen. Da bisher keine signifikanten Vorzüge einer Dehnmethode gegenüber einer anderen festgestellt werden konnten, halte ich eine Empfehlung einer bestimmten Methode derzeit nicht für sinnvoll. Indikationen für Muskeldehnübungen gibt es im Sport und in der physiotherapeutischen Praxis in großer Zahl. Immer wenn eine Vergrößerung des Bewegungsausmaßes das Ziel ist, wird man auf Muskeldehnübungen nicht verzichten können. Carsten Keil
Keine Antwort auf Gretchenfrage möglich Manche Sportler dehnen mit Wonne, fühlen sich gut dabei und haben die Erfahrung gemacht, daß ihnen regelmäßiges Stretching hilft. Sie haben evt. weniger Verletzungen, verkraften harte Trainingseinheiten besser und bringen im Wettkampf bessere Leistungen. Wunderbar - weiter so! Andere Sportler haben absolut keinen Spaß am Dehnen, sehen keinen Sinn darin und spüren auch keinen positiven Effekt. Sie sollten sich nicht länger damit quälen! Eher abraten sollte man davor, statisches Dehnen direkt vor dem Training oder einem Wettkampf durchzuführen. Dadurch wird die Fähigkeit des Muskels, Kräfte zu absorbieren, reduziert und Mikroverletzungen in der Muskulatur gesetzt. Somit erhöht das Dehnen direkt vor einem Wettkampf/Training die Verletzungsanfälligkeit und trägt nicht zur direkten Leistungssteigerung bei. (Behm 2001, Fowles 2000, Kokonnen 1998). Georg Supp
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